Halsbänder, Geschirre, Sicherheitsgeschirre, Halfter und Strick beim Tiershooting – Sicherheit geht vor

Tierschutzhund Mori ohne Leine
Hund Mori mit Leine und Geschirr

Mori 

Hund Jack mit Halsband

Jack mit Halsband

Talina ohne Geschirr
Talina mit Geschirr

Talina

Naomi ohne Geschirr
Naomi mit Geschirr und Leine

Naomi

„Ich kann meinen Hund aber nicht ableinen…“
Diesen Satz höre ich vor einem Shooting ziemlich oft. Und ganz ehrlich: Das ist absolut kein Problem. Egal ob Hunde-, Pferde- oder Katzenshooting – für mich steht beim Fotoshooting eine Sache immer an erster Stelle: die Sicherheit von euch und eurem Tier.
Schöne Bilder sind wichtig, klar. Aber kein Foto der Welt ist es wert, dass ein Tier wegläuft, sich verletzt oder in eine gefährliche Situation gerät.

Sicherheit beim Tiershooting ist wichtiger als perfekte Freiheit

Wenn euer Hund ein Halsband oder Geschirr braucht, dann bleibt es dran.
Wenn euer Pferd mit Halfter und Strick sicherer ist, dann fotografieren wir genauso.
Wenn eure Katze nur mit Geschirr nach draußen kann, dann arbeiten wir damit.

Denn man kann nie wissen, was passiert.
Ein ungewohntes Geräusch, ein lauter Knall, ein anderer Hund, ein Wildtier oder eine Straße in der Nähe – und plötzlich erschrickt sich das Tier. Gerade bei sensiblen, jungen oder unsicheren Tieren kann das sehr schnell gehen.

Darum gilt beim Shooting immer:
Lieber Vorsicht als Nachsicht.

Möglichkeiten für sichere Fotos trotz Leine oder Halfter

Zum Glück gibt es viele Wege, wie wir Tiere sichern können, ohne dass die Bilder darunter leiden.

  1. Schöne Halsbänder und Leinen als Teil des Bildes

Ihr habt ein besonderes Halsband, eine hochwertige Leine oder etwas Selbstgemachtes?
Perfekt! Dann bauen wir das einfach mit ins Bild ein.

Gerade bei Hundeshootings kann ein schönes Lederhalsband oder eine passende Leine sogar richtig gut aussehen und den Charakter des Tieres unterstreichen.

  1. Shootinggeschirre, dünne Leinen und spezielle Halfter

Es gibt spezielle Leinen, Sicherheitsgeschirre oder Halfter, die extra für Fotoshootings genutzt werden.
Diese sind oft dünner oder unauffälliger und lassen sich später leichter retuschieren.

Das reduziert den Aufwand in der Bildbearbeitung und sorgt trotzdem dafür, dass euer Tier jederzeit gesichert ist.

  1. Die richtige Location wählen

Nicht immer muss es die spektakulärste Location sein.
Manchmal ist ein eingezäunter Garten, ein ruhiges Grundstück oder ein sicherer Hof die bessere Wahl.

Gerade bei unsicheren Hunden, Tierschutzhunden oder jungen Pferden entstehen dort oft die entspannteren und natürlicheren Bilder.

Und ein entspanntes Tier bedeutet fast immer auch schönere Fotos.

Bildbearbeitung: Photoshop als Freund und Helfer

Viele haben Angst, dass Halsband, Leine oder Halfter später auf jedem Bild zu sehen sind.
Aber dank moderner Bildbearbeitung ist es heute oft problemlos möglich, solche Dinge zu entfernen.

Mit etwas Zeit und sorgfältiger Retusche können Leinen, Stricke oder Sicherungen auf Wunsch verschwinden, ohne dass das Bild unnatürlich wirkt.

Gerade weil ich viel mit Tierschutzhunden arbeite – auf Pflegestellen und im Tierheim – bin ich es gewohnt, mit doppelter Sicherung zu fotografieren.
Sicherheitsgeschirr plus zusätzliche Leine am Halsband ist dort völlig normal.

Und ja, das bedeutet manchmal auch etwas mehr Arbeit bei der Bearbeitung.
Aber Sicherheit geht vor.

Ehrlichkeit vor Perfektion

Es gibt aber auch Situationen, in denen ich bewusst nicht alles wegretuschiere.

Zum Beispiel wenn ein Hund ein Sicherheitsgeschirr trägt, weil er sonst nicht sicher wäre.
Oder wenn eine doppelte Sicherung nötig ist.

Dann kann es sinnvoll sein, das auch auf manchen Bildern zu zeigen, damit kein falscher Eindruck entsteht.

Grenzen gibt es auch, wenn Kleidung oder Geschirre zu viel vom Fell verdecken.
Wenn ich nicht weiß, wie das Tier darunter aussieht, kann ich es in der Bearbeitung nicht realistisch ersetzen.
In solchen Fällen bleibt das Geschirr dann manchmal sichtbar – was aber oft gar nicht schlimm ist.

Lasst euch nicht vom Shooting abhalten

Mit diesem Beitrag möchte ich euch vor allem die Angst nehmen.
Viele denken, ein Fotoshooting geht nur mit perfekt erzogenen, frei laufenden Tieren.

Das stimmt nicht.

Die meisten Tierfotografen werden mir zustimmen:
Wir finden fast immer eine Lösung, die sicher ist und trotzdem schöne Bilder ermöglicht.

Also wenn ihr bisher gezögert habt, weil euer Hund nicht ableinbar ist, euer Pferd ein Halfter braucht oder eure Katze nur mit Geschirr raus kann —
traut euch trotzdem.

Geht auf den Fotografen eures Vertrauens zu, sprecht offen über eure Situation und bucht euer Shooting.
Sicherheit und schöne Bilder schließen sich nicht aus. 🐾📸

Pferdin Fritzi ohne Halfter
Pferd Fritzi mit Halfter

Fritzi

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